Zensurenfreie Zeit – Was sagt die Schulaufsicht?

Gestern besuchte ich eine Fortbildung zum Thema Schulrecht & Leistungsbeurteilung. Es referierte der Hausjurist der Schulaufsicht. Zur unterschiedlichen Auslegung der angeblich zensurenfreien Zeit zwischen Zeugniskonferenz und Beginn des 2. Halbjahres gab er folgende Auskunft:

Entscheidend ist der Zeitpunkt der Bekanntgabe einer Bewertung. Wenn eine Note vor der Zeugnisausgabe dem Schüler mitgeteilt wird, muss die Leistung auch in der Zeugnisnote für das 1. Halbjahr berücksichtigt werden.

Die Zeugnisnote könne daher auch nach der Konferenz bis zur Ausgabe der Zeugnisse jederzeit (formal: in einer zweiten Zeugniskonferenz) geändert werden.

Ebenso möglich sei es aber, die Bewertung erst nach der Zeugnisausgabe bekannt zu geben. Dies sei in der Regel aber nur bei schriftlichen Überprüfungen möglich, da – zumindest in Rheinland-Pfalz – eine Note im mündlichen Bereich spätestens in der Folgestunde zu verkünden ist.

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