Besuch der didacta – Fokus Erdkunde

Inzwischen sind auch die letzten Prospekte und Prüfexemplare gesichtet. Zeit für eine fachspezifische Ergänzung des gestrigen Beitrags. Heute dreht sich alles um Neuerscheinungen im Fach Geographie:

diercke_globus_3d.jpgWestermann präsentierte eine neue Version des Diercke Globus 3D. Anders als Google Earth greift die Software nicht auf Satellitenbilder, sondern das bewährte Diercke-Kartenmaterial zurück. Die Karten können nachträglich bearbeitet werden, z. B. indem man einzelne Kartenebenen wie Verkehrswege ein- bzw. ausblendet oder eigene Symbole an beliebigen Stellen einfügt. Gar nicht mal übel! Besonders beeindruckend war die Präsentation am Smart Board: Diese, auf der Messe fast überall anzutreffenden Beamer-Tafel-Kombinationen, ermöglichen das Bedienen des Rechners von der Tafel aus – einfach nur durch Handbewegungen. Ein wenig skeptisch bin ich jedoch, was die Anwendbarkeit in der Schule angeht, denn der Vorführrechner ging regelmäßig in die Knie und brauchte mehrere Sekunden, um ein Bild darzustellen. Beim Scrollen ruckelte es teilweise relativ heftig. Ich möchte nicht wissen, wie das Programm in unserem PC-Labor (Pentium II…) dahineiert. Ein Rezensionsexemplar ist bereits angefordert – sollte ich eines erhalten, werde ich hier ausführlich berichten.

haack_weltatlas.jpgDoch die Konkurrenz schläft nicht: Klett stellte den neuen Haack Weltatlas vor. Auch diesem liegt eine CD-ROM-Version bei. Über die Funktionen kann ich noch nichts sagen, da ich kein Vorführgerät sichten konnte. Sehr gut gefällt mir aber das ebenfalls beiliegende Arbeitsheft, in dem die grundlegenden Techniken bei der Nutzung des Atlas erläutert werden. Abgerundet wird das dünne Heftchen durch einen „Atlasführerschein“ – einem fertigen Übungsbogen, in dem die Schüler ihre Kenntnisse überprüfen können.

Welche Konsequenzen sich durch das Erscheinen des neuen Haack-Atlas für die Alexander-Reihe ergeben, war nicht in Erfahrung zu bringen. Ob beide langfristig nebeneinander angeboten werden? Vom freundlichen Klett-Regionalvertreter erhielt ich eben folgende Auskunft: „Der Haack soll und wird primär den Diercke 1-GYM-Atlas angreifen und ist als Zweitprodukt gedacht. Für die Realschule bleibt weiterhin auch der Alexander-Sek-1-Atlas unser Haupttitel.“

Sowohl bei Cornelsen (Mensch und Raum) und Schroedel (Seydlitz) habe ich nichts wirklich Innovatives entdecken können. Abgesehen vom Diercke-Atlas setzt auch Westermann mit der Diercke Erdkunde- und der Heimat und Welt-Reihe auf eine konservative Darbietung geographischer Sachverhalte. Auch zahlreiche kleinere Anbieter warben um das Interesse der Messebesucher. Etwas wirklich Neues fand ich indes nicht.

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