Bundeseinheitliche Abschlussprüfungen?

Heute und morgen diskutiert man in der Kultusministerkonferenz über eine bundesweit einheitliche Abiturprüfung (Tagesordnung). Mittel- und langfristig kann ich mir zentrale und einheitliche Abschlüsse sehr gut vorstellen, wünschte mir jedoch, dass man sich dabei nicht nur auf Gymnasien beschränkt.

Das Schulsystem in Rheinland-Pfalz ist schon lange nicht mehr dreigliedrig im eigentlichen Sinne: Es gibt Integrierte Gesamtschulen, Regionale Schulen, Duale Oberschulen, Systeme mit integrierter Grundschule und die drei Klassiker Hauptschule, Realschule und Gymnasium. An allen weiterführenden Schulen lässt sich die Mittlere Reife (qualifizierter Sekundarabschluss I) erwerben; als Grundlage dienen die bundeseinheitlichen Bildungsstandards. Warum nur fällt es der Politik so schwer, auf Grundlage der einheitlichen Standards diese auch einheitlich abzuprüfen? Befürchtet man im Ministerium, dass einzelne Schulformen schlechter abschneiden als andere? Die Wirtschaft ist da schon weiter: Personalverantwortliche wissen genau, was eine Mittlere Reife eines Realschülers im Vergleich zu der eines Regionalschulabsolventen Wert ist.

Wieder einmal spielen die Verantwortlichen Pippi Langstrumpf: „Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt….“

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