Ausgemistet

Beim letzten Umzug riet mir einer der fleißigen Helfer, nicht gleich alle Kartons auszupacken: „Die meisten Sachen brauchst du bestimmt nicht mehr. Lass die Kisten stehen und nach einem Jahr wirfst du die Sachen weg, die du nicht wenigstens einmal angefasst hast.“ In der Tat kam einiges (inzwischen) Nutzloses beisammen, das sich aber noch hervorragend auf dem Flohmarkt verwerten ließ.

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Ähnlich verhält es sich bei mir mit diversen Fachzeitschriften, die ich zum Teil seit mehreren Jahren abonniert habe: Viele liegen monatelang im Regal herum, ohne dass ich einen Beitrag hätte im Unterricht verwenden können. Das heißt nicht, dass die Anregungen und Vorlagen allesamt unbrauchbar seien. Vielmehr ging es mir oft so, dass ich beim Aufräumen auf eine Ausgabe stieß und mich ärgerte, dass ich sie nicht vor drei Wochen in der Hand hielt, als ich das Thema im Unterricht behandelte.

Dann habe ich irgendwann begonnen, die Inhaltsverzeichnisse digital zu archivieren. Das ging relativ problemlos, da die meisten Verlage diese inzwischen zum Download anbieten. Genutzt hat es wenig: Google lieferte oftmals auch brauchbare Ergebnisse mit weniger Aufwand und immer öfter greife ich die Schulbücher zurück. In der Anfangszeit fand ich die nicht so ansprechend, oftmals altbacken und wenig kreativ, doch im Laufe der Zeit entwickelt man eine gute Routine, den vorhandenen Aufgabenpool zu ignorieren und das vorhandene Text- und Bildmaterial mit eigenen Aufträgen auszuwerten.

Anfang Januar habe ich mir geschworen, die Zeitschriften zu kündigen, die ich bis zu den Sommerferien nicht wenigstens zwei Mal im Unterricht eingesetzt habe. Heute kam die Stunde der Wahrheit: Vier Abos wurden gekündigt. Das eine verbliebene ist der Aktualitätendienst für die Sammlung an Verwaltungsvorschriften und Gesetzen…

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