Monats-Archiv für Oktober 2008

Umfrage zur Mehrarbeit

Mehrarbeit durch Vertretungsstunden führt immer wieder zu Diskussionen zwischen Kollegen und Vertretungsplaner. Leider haben wir an unserer Schule noch kein Konzept gefunden, um die notwendige Transparenz für alle herzustellen.

Vielleicht müssen wir das Rad ja nicht erfinden, sondern können auf gute Erfahrungen anderer zurückgreifen. Daher eine kleine Umfrage unter der Leserschaft:

  1. Wird das “Mehrarbeitskonto” (auch Plus/Minusstunden-Statistik genannt) kommuniziert? In welcher Form?
  2. Wie werden, falls überhaupt, Kollegen (insbesondere Teilzeitkräfte!) entlastet, die Klassenfahrten und Wandertage begleiten? Die Mehrarbeitsverordnung sieht bei uns ausdrücklich keine Vergütung vor.
  3. Auch Aufsichten werden als Mehrarbeit empfunden. Wie werden außerplanmäßige Aufsichten geregelt?

Korrektur und Berichtigung

Heute habe ich in der 5. Klasse den ersten Aufsatz besprochen und zurückgegeben. Erstmals habe ich meine Kommentare und Anmerkungen nicht mehr direkt neben die betreffende Textstelle geschrieben, sondern alles in den Rechner geklimpert. Das war kein großer Mehraufwand, da ich für die Notenverwaltung und die Berechnung des Fehlerquotienten ohnehin immer schon die Ergebnisse gespeichert habe. Nun habe ich zusätzlich die individuellen Hinweise auf Fehlerhäufungen und mögliche Ansätze zum Üben gespeichert. Bei der nächsten Korrektur kann ich darauf aufbauend den individuellen Lernfortschritt kommentieren.

Ein zweiter Vorteil dieser Methode ist, dass man die Klassenarbeit austeilen, die Bewertung jedoch noch zurückhalten kann: Gemeinsam haben wir im Plenum mehrere Lösungsvarianten erörtert, bevor dann jeder für sich seinen Aufsatz noch einmal gelesen hat. Die Selbsteinschätzung wurde in Form einer Note auf einem Notizzettel festgehalten und anschließend mit meiner Lehrerbewertung verglichen. Tatsächlich stimmten die Einschätzungen zu einem hohen Prozentsatz überein.

Gut Ding will aber bekanntlich Weile haben, so dass nur noch fünf Minuten blieben, um Korrekturzeichen und die entsprechend anzufertigenden Berichtigungen zu erläutern. Das war viel zu wenig. Für die nächste Arbeit habe ich mir ein Stationenlernen “Korrekturen – oder: Fehler sind dein Freund!” vorgenommen.

Amtsblatt Nr. 11 – 27.10.2008

Amtlicher Teil

  • Zweite Landesverordnung zur Änderung der Landesverordnung über den Erwerb der Fachhochschulreife nach § 65 Abs. 3 des Hochschulgesetzes
  • Gewährung von Zuwendungen aus dem Investitionsprogramm “Kinderbetreuungsfinanzierung” 2008 – 2013 sowie Gewährung von Landeszuwendungen zu den Bau- und Ausstattungskosten von Kindertagesstätten
  • Empfehlungen zur Kooperation von Jugendhilfe und Schule beim Umgang mit Lese-, Rechtschreib- und Rechenstörungen – Arbeitshilfe -
  • Deutsch-französisches Austauschprogramm für Lehrkräfte an Grundschulen, organisatorisch verbundenen Grund- und Hauptschulen und Grund- und Regionalen Schulen mit Lehrkräften der Ecole Maternelle und der Ecole Primaire in Frankreich
  • Verlust eines Dienstsiegels
  • Stellenausschreibungen

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Amtsblatt Nr. 10 – 23.10.2008

Amtlicher Teil

  • Stundentafeln für die berufsbildenden Schulen

Fehlende Äste

Ein Kollege beschrieb treffend die Auswirkung der Schulstrukturdebatte rund um die Realschule plus auf die Leitungsebenen der betroffenen Schulen:

Man klatscht in die Hände, woraufhin die Vögel aufgeregt auffliegen. Kehrt wieder Ruhe ein, landen sie wieder auf ihrem angestammten Ast – würde nicht plötzlich ein Ast fehlen.

Tatsächlich ist es so, dass die Leitungspositionen neu ausgeschrieben werden und sich Funktionsstelleninhaber neu bewerben müssen. Fusionieren zwei größere Schulen, wird eine Stelle in der Leitungsebene eingespart.

Auf diese Weise könnte man die ein oder andere Fehlbesetzung der Vergangenheit korrigieren. Leistung auch in der Leitungsebene zu fordern und zu fördern halte ich grundsätzlich für den richtigen Weg, würde er denn nur konsequent umgesetzt. Aber bitte nachhaltig und nicht in einer einmaligen Aktion.

Denn was ist die Folge? So mancher Funktionsinhaber wird auf Nummer sicher gehen und sich an mehreren Schulen bewerben, um unterzukommen. Mit der Zahl der Bewerber werden die Besetzungsverfahren langwieriger und aufwändiger.

Nicht nachzuvollziehen ist darüber hinaus, warum die Neuausschreibungen nur für fusionierende Haupt- und Realschulen erfolgen sollen – sollten sich die Gerüchte bewahrheiten. Regionale und Duale Oberschulen nämlich, die 2009 automatisch zur “Realschule plus” umbenannt werden sollen, behalten die bestehende Schulleitung. Fusioniert eine Haupt- oder Realschule mit einer Regionalen oder Dualen Oberschule – beide in der Regel ehemalige Hauptschulen -, soll die Leitung des bereits integrativen Systems die Gesamtleitung übernehmen.

Für den Start der neuen Schulform eine unbefriedigende Ausgangssituation…