Kollektivstrafen zur Wahrung des Schulfriedens zulässig

Das Verwaltungsgericht Stuttgart entschied, dass Ordnungsmaßnahmen auch gegen eine Schülergruppe ausgesprochen werden kann, wenn nicht zu ermitteln ist, welches Gruppenmitglied tatsächlich tätlich geworden war: Im konkreten Fall klagten zwei Schüler gegen einen fünftägigen Schulausschluss, nachdem aus einer Gruppe heraus ein Mitschüler geschlagen wurde. Die Richter bestätigten die Ordnungsmaßnahme:

Allein die Gruppenzugehörigkeit reiche für die Ordnungsmaßnahme aus, weil das Bedrohungspotenzial und damit die Gefahr eines Übergriffs einer Gruppe gegenüber einem Einzelnen wesentlich höher sind – eben weil „im Schutz der Gruppe agiert werden“ könne. Der Schulfrieden könne nur gewahrt werden, wenn die Schulleitung erkennbar und deutlich mit einer Strafe reagiere, so das Verwaltungsgericht Stuttgart. (AZ: 10 K 4801/08 u. a.)

(via Valuenet)

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