VERA 8 – Eindrücke und Erfahrungen

Heute haben unsere Achtklässler an der Vergleichsstudie VERA 8 im Fach Deutsch teilgenommen. Die ersten Rückmeldungen der Schüler lassen darauf schließen, dass die Aufgaben insgesamt lösbar und verständlich waren.

Da die Erhebungen in den Fächern Englisch und Mathe im Laufe erst in den nächsten Tagen stattfinden, möchte ich kurz darstellen, wie bei uns die Korrektur und Eingabe der Daten organisiert war. Die aufgrund der späten Freigabe des Eingabe-Portals relativ spontane Planung hat sich bestens bewährt: Bereits um 15:00 Uhr waren alle 80 Hefte korrigiert und die Daten komplett erfasst.

Die gesamte (!) Fachkonferenz begann in der 6. Stunde mit der Korrektur. Das Testheft ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Es empfiehlt sich, Teams aus zwei oder drei Kollegen zu bilden, die sich bei der Korrektur auf jeweils einen Abschnitt beschränken. Innerhalb des Teams wird die entsprechende Korrekturanweisung („Kodieranweisung“) verlesen und anhand der Aufgabenstellung nachvollzogen. Uns sind keine zweideutigen oder missverständlichen Anweisungen aufgefallen.

Wichtig ist, dass sich die Arbeitsteams vor der Korrektur die Eingabemaske anschauen, damit die Korrekturzeichen auch reibungslos in die Datenerfassung übernommen werden können. Ein Beispiel: In einem Multiple Choice-Test gab es fünf Antwortmöglichkeiten. Für die richtigen Kreuzchen in den ersten drei Kästchen gab es einen Punkt, für die letzten beiden ebenfalls einen. Bei der Dateneingabe müssen die beiden Antwortgruppen getrennt erfasst werden. Manche Kollegen sind verleitet, für das gesamte Aufgabenpaket nur „1 Punkt“ an den Rand zu schreiben, wobei dann unklar bleibt, ob dieser Punkt in der ersten oder der zweiten Gruppe erreicht wurde. Daher müssen die Korrektoren wissen, an welchen Stellen Daten abgefragt werden.

Wurde der jeweilige Abschnitt vollständig korrigiert, schreibt der Korrektor die Nummer seines Korrektur-Abschnitts (oder die Nummer der Gruppe) auf das Deckblatt. So wird auf den ersten Blick deutlich, welche Aufgabenteile noch zu bearbeiten sind. Dieses Verfahren ist besser als die Festlegung einer Reihenfolge, da einzelne Aufgabenabschnitte schneller zu korrigieren sind als andere. Schnell entwickelt sich ein effektiver Austausch („Wer hat noch was für die 4?“, „Hier muss nur noch Gruppe 2 korrigieren.“). Die Korrekturteams, die als erstes fertig sind, können mit der Dateneingabe beginnen, sobald die ersten Testhefte alle Korrekturstationen durchlaufen haben.

Für die Eingabe der Daten in den Rechner genügten uns Zweiergruppen entsprechend der Anzahl an Klassen, da man nicht gleichzeitig an mehreren Rechnern Daten für eine Klasse eingeben kann. Die Klassenteams bekommen die Testhefte ihrer Klasse und geben nun die in der jeweiligen Aufgaben erreichten Punktzahlen ein. Einer diktiert, der andere gibt ein. Es folgt eine Flut an Ziffern: „0, 1, 1, 0, 1, 1, 1, 1, 0…“ Damit man den Überblick behält, sollten innerhalb des Teams Schlüsselwörter für bestimmte Aufgaben vereinbart werden, die mitdiktiert werden. „0, 1, 1, 0, Aufgabe ‚Marathon‘: 1, 1….“ So kann der Kollege am Rechner kontrollieren, dass man noch „auf dem richtigen Weg“ ist.

Ich habe selten eine so produktive Fachkonferenz erlebt. Auch dass sich Kollegen am Ende zufrieden darüber äußern, dass sich die Organisation bewährt hat, der Aufwand dadurch vertretbar und die Zusammenarbeit untereinander optimal war, kommt (leider) auch nicht immer vor.

Zwei Kritikpunkte bleiben:

Zumindest in Rheinland-Pfalz erfolgte der Zugang zur Auswertung über die Zugangsdaten der Schulverwaltung für den Gliederungsplan. Das Kennwort soll aber nicht bekannt gegeben werden, so dass immer jemand aus der Schulleitung dabei sein müsste, wenn Daten erfasst werden sollen. Leider fehlt eine Möglichkeit, das Kennwort des Schulzugangs nach der Anmeldung zu ändern.

Noch ärgerlicher war die späte Freischaltung des Eingabeportals: Erst heute Morgen konnten wir die Eingabemasken einsehen. Dies sorgte für Unsicherheit, da man nicht wusste, „was die wollen“ und „wie das aussieht“. Tatsächlich mussten wir unsere Korrekturen an die Eingabemaske anpassen, wie oben beschrieben. Ein wenig mehr Ruhe und Zeit zur Vorbereitung wäre diesbezüglich wünschenswert gewesen.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.