Schwellenpädagogik nominiert – oder: Die Angst des Lehrers vor dem Ranking?

Die besten Lehrer/innen-Blogs 2009
Die besten Lehrer/innen-Blogs 2009
Mit großer Verwunderung, aber nicht ohne Stolz und Freude entdeckte ich heute, dass die Schwellenpädagogik nach Auffassung der Lehrerfreund-Jury zu den zehn besten deutschsprachigen Lehrer-Blogs gehört. Wow!

Über das endgültige Ranking in den drei Disziplinen Säuglinge, Etablierte und Veteranen entscheiden die Lehrerfreund-Leser ab dem kommenden Wochenende.

Dabei bin ich eigentlich gar nicht so glücklich, was die Bewertung und Auszeichnung angeht. Deshalb habe ich auch die freundliche Anfrage von Lehrerfreund Berthold Metz abgelehnt, als er mich vor einigen Wochen als Jury-Mitglied gewinnen wollte. Warum das?

Meine Lieblingsblogs zeichnen sich dadurch aus, dass die Verfasser in ähnlichen Schulformen oder Fächern unterrichten und mitunter ähnliche Interessen (eLearning, blended learning, Schulverwaltung) haben wie ich. Doch sind deshalb gleich alle Grundschullehrer/innen-Blogs uninteressant, Mathelehrer/innen-Blogs überflüssig und Referendar/innen-Blogs Kinderkram? Sind viele Beiträge in kurzer Zeit eher ein Qualitätsmerkmal oder ein Ausschlusskriterium? Welche Rolle spielen Gestaltung und technische Umsetzung?

Unter den 70 vorgestellten Lehrerblogs gab es einige, die ich noch nicht kannte und nun zum festen Bestandteil der täglichen Feedreader-Lektüre gehören. Insofern hat sich die Lehrerfreund-Aktion gelohnt und ich danke den Initiatoren für ihr Engagement. Schön wäre, wenn im nächsten Jahr wieder ein Überblick über die bloggende Lehrerschaft erscheinen würde – dann gern auch ohne Bewertung und ohne Ranking.

Ach ja: Natürlich muss man die Lehrerfreund-Aktion ebenso wie diesen Beitrag nicht allzu bierernst nehmen… 🙂

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