Adverbiale Bestimmungen

Zum Thema adverbielle Bestimmungen (temporal, lokal, modal und kausal) hat Andrea Enzendorfer eine interaktive Übung entwickelt:

Inspektor Deutsch: Adverbiale Bestimmungen

Eigentlich ganz nett gemacht. Nur der Umgang mit falschen Antworten ist nicht recht nach meinem Geschmack: Die Kinder erhalten die Rückmeldung, dass sie einen Fehler gemacht haben (roter Punkt), haben jedoch keine Möglichkeit mehr ihn auszubessern oder die richtige Antwort angezeigt zu bekommen. Stattdessen erscheint direkt die nächste Frage. Erinnert ein wenig an: „Setzen, 6!“

Top 10 der häufigsten Rechtschreibfehler

Frank Rösler ruft zu einem Experiment auf: Er sucht mit Hilfe der Suchmaschine Google Deutschlands häufigsten Rechtschreibfehler. Nach einem Begriff wird einmal in richtiger und einmal in einer häufig verwendeten, jedoch falschen Schreibweise gegoogelt. Je häufiger (im Verhältnis) das falsch geschriebene Wort ist, desto höher die Platzierung.

Erschreckend: Das unscheinbare Wörtchen detailliert wird offensichtlich häufiger falsch (detailiert [sic!]) als richtig geschrieben und steht damit unangefochten auf Platz 1 der Rangliste. Auf den Plätzen folgen:

  • Obulus statt Obolus
  • bischen statt bisschen
  • hälst statt hältst und
  • Gröhlerei statt Grölerei

Grundsätzlich ein interessanter Ansatz, doch der Teufel sitzt bekanntlich im Detail: Viele Wörter werden in Fremdsprachen anders geschrieben als im Deutschen, wie z. B. Billiard / Billard oder Disaster / Desaster. Rösler schließt sie daher aus der Bewertung aus. Dabei ist er meines Erachtens nicht Konsequent genug: Obwohl das Nomen Standard auch im Englischen vorkommt, fand die falsche Schreibung mit „t“ am Ende Eingang in die Tabelle. Da jedoch die Unterscheidungsschwierigkeit d/t ein typisches Problem der deutschen Sprache ist, verwundert es nicht, dass das Wort googleweit zu 98 % richtig geschrieben wird. Ich behaupte, dass die Fehlerrate deutlich höher läge, würde man sich auf deutschsprachige Websites beschränken. Wie ich darauf komme? Erfahrung.

Wort… ähm… ähm… -aktobat

Edmund StoiberSchade, dass Edmund Stoiber nun das Handtuch wirft. Wirklich! Stoiber bereicherte meinen Deutschunterricht in nahezu allen Klassenstufen. Vor allem die legendäre 10-Minuten-Ansprache lässt sich hervorragend themenübergreifend verwenden:

Wenn Sie vom Hauptbahnhof in München mit zehn Minuten ohne daß Sie am Flughafen noch einchecken müssen dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen am am Hauptbahnhof in München starten Sie ihren Flug zehn Minuten schauen Sie sich mal die großen Flughäfen an wenn Sie in Heathrow in London oder sonstwo meine s Charles de Gaulle in äh Frankreich oder in Rom wenn Sie sich mal die Entfernungen ansehen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen dann werden Sie feststellen daß zehn Minuten Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen um ihr Gate zu finden – Wenn Sie vom Flug- äh vom Hauptbahnhof starten Sie steigen in den Hauptbahnhof ein Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen in an den Flughafen Franz-Josef Strauß dann starten Sie praktisch hier am Hauptbahnhof in München – das bedeutet natürlich daß der Hauptbahnhof im Grunde genommen näher an Bayern an die bayerischen Städte heranwächst weil das ja klar ist weil aus dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen

[audio:stoiber_10min.mp3]
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Wie wird man König/in?

Den heutigen Nachmittag und Abend verbrachte ich mit der Korrektur von Aufsätzen: Thema Märchen, Klasse 6. Dabei stieß ich auf folgende Textstelle:

Der Vater [= König] hielt ihr nämlich schon drei Arbeitsstellen frei. Sie entschied sich für den erstbesten Beruf und wollte Königin werden! Der Vater nickte und noch am selben Tag wurde sie zur Königin.

Nun wird uns die Schülerin in der Stunde nach der Rückgabe ein Kurzreferat zum Thema „Wie wird man König/in?” halten…