Vorbereitung auf Funktionsstellenbewerbung

Nach intensiver und reiflicher Überlegung bewerbe ich mich um eine Konrektorenstelle an einer anderen Schule. Nun warte ich auf das Überprüfungsverfahren, das aus einem Kolloquium, der Leitung einer Konferenz und einer Begutachtung einer Unterrichtsstunde eines Kollegen bestehen wird.

Vor dem Kolloquium habe ich keine Angst: Über aktuelle schulpolitische Entwicklungen fühle ich mich informiert und das Qualitätsprogramm der Zielschule habe ich auch bereits mehrfach gelesen. Auch Fachkonferenzen habe ich schon geleitet.

Der Gedanke an die Begutachtung der Fremdstunde bereitet mir jedoch ein wenig Kopfzerbrechen: Fortbildungen zu dieser Aufgabe gibt es nicht und der Schulalltag bietet wenige Gelegenheiten, Beobachtungsbögen aus der Fachliteratur oder dem Internet zu testen. Außerdem fühle ich mich bereits heute unwohl, wenn ich mich gedanklich in die künstlich konstruierte Gesprächssituation mitsamt der Beobachter hineinversetze: Im Rollenspiel eine ungewohnte Position einzunehmen liegt mir eigentlich ganz gut, doch die Bewerbung ist eben – zumindest für den Bewerber – kein Spiel. Zu guter letzt ist dann auch noch eine gewisse Verantwortung, die ich dem Kollegen gegenüber empfinde, der sich freiwillig auf die Situation einlässt.

Wenn jemand aus der geneigten Leserschaft gute Tipps für das Bestehen im Bewerbungsverfahren hat, würde ich mich über eine Nachricht oder einen Kommentar sehr freuen.

Handbuch „Projektmanagement“

endlich_im_gruenen_bereich.jpgViele Kollegen hören schon gar nicht mehr hin, wenn die Schulleitung (angebliche) Innovationen aus der Wirtschaft auf die Schule übertragen möchte. Evaluation und Qualitätsmanagement sollten als Stichworte genügen. Im Bereich „Projektmanagement“ habe ich aber wiederholt feststellen dürfen, dass der Blick über den Tellerrand durchaus lohnend sein kann, denn bei genauerer Betrachtung besteht unser Arbeitsleben aus den vielfältigsten Projekten, die koordiniert sein wollen.

Daher verweise ich gerne auf das Buch „Endlich im grünen Bereich“ von Roman Heimbold. Den 304-Seiten starken Wälzer kann man derzeit als PDF-Datei kostenlos herunterunterladen.

(wieder einmal ein wertvoller Tipp aus Stephan Lists Toolblog)

Tipps für das konstruktive Feedback an Lehrkräfte

Schulleiter und Funktionsstellenbewerber sehen sich vor die Herausforderung gestellt, auf Basis ein oder idealer Weise mehrerer Unterrichtsstunden ein Beratungsgespräch zu führen.

Für den Ablauf des Beratungsgesprächs empfiehlt Dubs folgenden Ablauf:

  1. kurze Gesamtbeurteilung durch die besuchte Lehrkraft selbst (Wiedergabe des Gefühls, mit Begründung)
  2. kurze, globale Beurteilung durch den Besucher
  3. Besprechung von 2-4 positiven Aspekten durch den Besucher
  4. Besprechen des ersten zu verbessernden Punktes: Beurteilung durch den Besucher, Stellungnahme der Lehrkraft, Vorschläge von Alternativen durch den Besucher, Diskussion
  5. Besprechen von zwei bis drei weiteren zu verbessernden Punkten (Vorgehen wie bei 4)
  6. Gesamturteil durch den Besucher und Reaktion des Besuchten
  7. Diskussion über mögliche Maßnahmen
  8. Entscheid über Maßnahmen

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Was ist guter Unterricht?

Vier entscheidende Fragen, die zunächst beantwortet werden müssen:

  1. Gut für wen?
  2. Gut für welche Fächer?
  3. Gut für welche Ziele bzw. Kompetenzen?
  4. Nützlich wofür?

Aus einem Referat von Dieter Gaul, Pädagogisches Zentrum Bad Kreuznach, Regionaler Arbeitskreis Schule/Wirtschaft Koblenz. Koblenz, 22. Februar 2007.