Reingerufen [16]

Gespräch mit einer Kollegin über ihre letzte Fortbildung.

ich: Und wo setzt du das nun im Unterricht ein?
sie: Ach, gar nicht. Fortbildungen besuche ich für mich, nicht für die Schüler oder den Unterricht.

Bin sprachlos.

Hilfe für Reisekostenabrechnung und Steuererklärung

Die Steuererklärung ist weitgehend erledigt – ich warte nur noch auf zwei Jahresbescheinigungen der Bank.

Neben der abzusetzenden Fachliteratur hatte ich bislang die meiste Arbeit mit der Abrechnung von Reisekosten und Dienstreisen. Doch in diesem Jahr ging alles ganz einfach – dank einer einfachen Tabelle, die ich mir auf die letzte Seite des Moleskine-Notizbuchs geklebt habe:

entfernungstabelle.jpg

In der Tabelle habe ich die Orte aufgelistet, die ich regelmäßig für Fortbildungen oder aus anderen dienstlichen Anlässen aufsuche. Ursprünglich habe ich sie angelegt, um Reisekostenanträge der Fortbildungsinstitute schnell, unkompliziert und vor allem einheitlich ausfüllen zu können. Denn nichts ist peinlicher, als von der Reisekostenstelle darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass man beim letzten Besuch 10 km weniger berechnet hat (dank der Tabelle ist dies nicht mir, sondern einem Kollegen widerfahren 🙂 ). In der zweiten und dritten Spalte sind nämlich die Entfernungen a) zur Schule und b) nach Hause verzeichnet. Für neue Ziele habe ich ausreichend Leerzeilen zur Verfügung; wieder daheim am Rechner wird die Liste dann erweitert und neu ausgedruckt.

Bei der Steuererklärung brauchte ich nur noch meinen Kalender durchzublättern, die auswärtigen Termine rauszusuchen und mit Hilfe der Entfernungstabelle die Fahrtkosten einzutragen.

Für alle Interessierten hier die Entfernungstabelle im Word-Format. Wer einen Planer in DIN-A4 mit sich führt, braucht die Liste nur auszudrucken. Alle anderen wählen in den Druckeinstellungen eine Verkleinerung um 50 % aus. Dann passt die Tabelle hervorragend ins Moleskine und in andere Notizbücher oder Terminkalender.

Besuch der didacta

Gestern machte ich mich zusammen mit acht Kollegen unterschiedlicher Schulen und Fächer auf den Weg zur didacta nach Köln. Einen ausführlichen Erlebnisbericht hat Hockey bereits verfasst. Wie Richard teile ich seine Beobachtungen im Wesentlichen. Dennoch möchte ich einige persönliche Eindrücke hier festhalten:

  • Wir waren bereits um 9.00 Uhr vor Ort. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, denn zu Beginn waren die Aussteller sehr auskunftsfreudig, zuvorkommend und freundlich. Mit zunehmender Zeit und stärkerem Andrang wirkte mancher sehr genervt.
  • Im „Forum Unterrichtspraxis“ referierte Dr. Günter Hoegg zum Thema „Schulrecht – Zwangsjacke oder Sicherheitsweste des Lehrers?“ Auch wenn ich nicht der Meinung bin, dass alles, was juristisch korrekt auch pädagogisch sinnvoll ist, wurden einige interessante Aspekte angesprochen
  • Wieso bekommt die eine Kollegin einen Klassensatz nach Hause geschickt, während ein Kollege zwanzig Minuten später bei dem gleichen Verlagsvertreter noch nicht einmal ein Prüfexemplar bekommt?
  • zebra.jpgÜber Wochen hinweg stießen täglich mindestens sechs Besucher auf die Schwellenpädagogik, da sie bei Google nach kostenlosen Messekarten suchten. Ich habe euch alle wiedererkannt: In den endlosen Schlangen an der Zebra-Glücksscheibe, an den Kassen beim Friedrich-Verlag…
  • Sind diese Schaumstoffrohre, die aufgrund kreativer Befestigungstechnik aus manch schlanker Lehrkraft einen überbreiten Astronautenverschnitt machen, wirklich so teuer, dass man gar nicht anders kann als bei Messegeschenken ungehemmt zuzulangen?
  • Die typische Lehrerinich berichtete – ist auch auf dem Foto zu sehen: Zebra-Scheibe, Schaumstoffrohr plus riesiger, roter Beutesack… Der zierliche Rucksack verdeckt geschickt den Trolley. Trolley? Was für ein Trolley…?
  • Trolleys, diese überall auf der Messe gegenwärtigen Stolperfallen, sollte man auf der nächsten didacta verbieten!
  • Gleiches gilt für die lächerlichen „Hier ist ein Bildungshaus“-Wimpel.