Handbuch „Projektmanagement“

endlich_im_gruenen_bereich.jpgViele Kollegen hören schon gar nicht mehr hin, wenn die Schulleitung (angebliche) Innovationen aus der Wirtschaft auf die Schule übertragen möchte. Evaluation und Qualitätsmanagement sollten als Stichworte genügen. Im Bereich „Projektmanagement“ habe ich aber wiederholt feststellen dürfen, dass der Blick über den Tellerrand durchaus lohnend sein kann, denn bei genauerer Betrachtung besteht unser Arbeitsleben aus den vielfältigsten Projekten, die koordiniert sein wollen.

Daher verweise ich gerne auf das Buch „Endlich im grünen Bereich“ von Roman Heimbold. Den 304-Seiten starken Wälzer kann man derzeit als PDF-Datei kostenlos herunterunterladen.

(wieder einmal ein wertvoller Tipp aus Stephan Lists Toolblog)

Neues aus dem Kultusministerium

Eine Weisheit der Dakota-Indianer sagt:

Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!

Zahlreiche Referenten und Ministerialbeamte haben sich den Kopf zerbrochen, um diese Weisheit in den modernen Schulalltag zu übertragen. Hier das Ergebnis der Expertenkommission:

  1. Man besorgt eine stärkere Peitsche.
  2. Man legt Qualitätsstandards für den Beritt toter Pferde fest.
  3. Man stellt Vergleiche unterschiedlicher toter Pferde an.
  4. Man ändert die Kriterien, die festlegen, wann ein Pferd tot ist.
  5. Man präsentiert PowerPoint-Folien was das Pferd könnte, wenn es noch leben würde.
  6. Man besucht andere Orte, um zu sehen, wie man dort tote Pferde reitet.
  7. Man gründet ein Institut für externe Evaluation, um zu analysieren, was mit dem toten Pferd los ist.
  8. Man sagt: „So haben wir das Pferd doch immer geritten. Warum klappt das nicht mehr?“
  9. Man schiebt einen Studientag ein, um besser reiten zu lernen.
  10. Man kauft Seiteneinsteiger von außerhalb ein, damit sie das tote Pferd reiten.
  11. Man schirrt mehrere tote Pferde zusammen an, damit sie schneller werden.
  12. Man macht eine Studie, um zu sehen, ob das Pferd wirklich tot ist.
  13. Man erklärt, dass ein Pferd „besser, schneller und billiger“ tot ist.
  14. Man stellt fest, dass die anderen Bundesländer auch tote Pferde reiten und erklärt dies zum Normalzustand.

(via Kik-Seminare; Tipp von Susanne)

Deutsche Topmanager: Deutsche Lehrer sind faul

Deutsche Topmanager sind mit den Leistungen des hiesigen Bildungssystems hochgradig unzufrieden. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Personalberatung Egon Zehnder für das manager magazin […] bei Führungskräften in der Bundesrepublik, in Frankreich, Großbritannien und den USA durchgeführt hat.

[…]

Den größten Reformbedarf sehen die deutschen Führungskräfte indes bei den Schulen: 80 Prozent kritisieren die Motivation der Lehrer, 53 Prozent deren Qualifikation; die Lehrinhalte und die Struktur des Schulsystems werden von jeweils 55 Prozent als reformbedürftig eingestuft.

(via Manager Magazin)

Dazu passend ein Artikel bei Telepolis: „Happy-Lehrer-Slapping – oder: Kartell des Schweigens. Wenn Eltern am Feindbild Lehrer basteln„:

Jenseits dieser bekannten Manifestationen diverser Bildungs- und Gesellschaftsprobleme hat sich […] eine ganz andere, sehr bürgerliche Form der Randale etabliert, die von fast allen Beteiligten klein geschwiegen wird: eine Art Elternterror.