Das Lob der Disziplin von Bernhard Bueb habe ich nicht gelesen. Die Zusammenfassungen seiner Thesen in mehreren Rezessionen hat mich eher abgeschreckt – nicht umsonst gibt es zahlreiche kritische Antworten auf das Werk des ehemaligen Schulleiters aus Salem (z. B. hier
und hier
).
Heute dokumentierte die WELT AM SONNTAG ein Streitgespräch zwischen Büb und Ludger Wößmann (Letzte Chance für gute Schulen). Dabei äußerte Bueb:
Die Lehrer müssen politischer werden, mehr selbst in die Hand nehmen, und sie müssen sich zusammentun mit mächtigen Verbündeten, nämlich den Eltern. Dann würden sie auch diese Kluft überwinden, die entstanden ist, weil sie immer nur über die Kinder reden, die nicht genug lernen, statt über gemeinsame Ziele und Visionen und wie sie diese der Politik abfordern. Wenn das geschieht, dann würden auch die Lehrer ihren Ruf verändern, dann würde man sagen: Donnerwetter, was sind das für Leute.
Darauf warte ich bereits seit Jahren…
Foto: Bueb (links) und Wößmann im Gespräch (Quelle: heutige WELT AM SONNTAG)
