Hausaufgaben – Erhebliche Einschränkung der Freizeit?

Zwei weitere Charts aus unserer Hausaufgaben-Befragung:

„Hausaufgaben schränken meine Freizeit erheblich ein“, lautete die Ausgangsthese, auf die die Schüler wie folgt antworten konnten: trifft immer zu, trifft oft zu, trifft manchmal zu, trifft gar nicht zu. Das Ergebnis:

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Nun interessierte natürlich, wie lange die Schüler „an einem ganz normalen Schultag“ an den Hausaufgaben sitzen:

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Auch wenn man berücksichtigt, dass die Schreibgeschwindigkeit steigt und die Einflussnahme der Eltern im Laufe der Jahre nachlässt, hätte ich nicht damit gerechnet, dass die für Hausaufgaben aufgewendete Zeit von der Orientierungsstufe bis zur Klasse 9 deutlich kürzer zu werden scheint. Dass immerhin 15 % der befragten Neuntklässler angaben, regelmäßig weniger als 20 Min. für die gesamten Hausaufgaben zu investieren, finde ich schockierend. Gleichsam erschreckend ist die Tatsache, dass der durchschnittliche Zeitaufwand von deutlich weniger als einer Stunde von so vielen Schülern als „erhebliche“ Einschränkung erlebt wird.

Ok, ok, mag mancher einwenden: Ein Fünftklässler kann die Zeit gar nicht so genau abschätzen. Daher waren die Schüler eine Woche lang angehalten, ihren täglichen Zeitaufwand zu stoppen und online der Schule zu übermitteln (trotz Zugangsbeschränkung natürlich anonym). Außerdem haben wir die Schüler am Ende der Befragung (immerhin rund 55 Fragen) gefragt, wie viel Zeit sie für die Befragung gebraucht haben. Da die Befragung am PC stattfand, konnten wir die Schätzung mit dem individuellen, tatsächlichen Wert vergleichen. Beide Vergleichskonstellationen zeigten, dass die Schüler den Zeitaufwand relativ realistisch eingeschätzt haben.

Lieblingsfächer

Vor drei Monaten haben wir im Rahmen einer groß angelegten Befragung alle Fünft-, Sechst- und Neuntklässler (225 Schüler, Rücklaufquote: 97 %) zu verschiedenen schulischen Themen befragt. In loser Folge möchte ich hier einige interessante Ergebnisse vorstellen.

Beginnen möchte ich mit der Wahl der Lieblingsfächer. Jeder Schüler konnte aus dem gesamten Fächerkanon max. drei Fächer auswählen, die er besonders mag. Hier das Ergebnis:

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Für das Fach Ethik habe ich eine Anpassung des Wertes vorgenommen: Nicht 36 % aller rund 150 Schüler der Orientierungsstufe haben das Fach Ethik als Lieblingsfach benannt, sondern 36 % aller Schüler, die auch tatsächlich den Ethikunterricht besuchen. Dies relativiert das Ergebnis ein wenig.

Besonders bemerkenswert empfinde ich, dass die Wahlpflichtfächer (WPF) bei den Neuntklässlern offenbar einen sehr hohen Stellenwert einnehmen. Interessant ist auch, dass sich das Fach Mathematik besonderer Beliebtheit erfreut. Doch die übrigen Hauptfächer folgen unmittelbar auf Platz 6 und 7:

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Warum die Beliebtheit jedoch im Laufe der Schulzeit nachzulassen scheint, soll in einer weiteren Befragung untersucht werden.